Menü


Bildergalerie


News

Unterweisung in der betrieblichen Praxis RGM8

Tipps für die Planung und Durchführung betrieblicher Unterweisungen

Die Unterweisung von Mitarbeitern ist eine gesetzlich festgelegte Pflicht für Unternehmer.

§ 12 ArbSchG "Unterweisung"

DGUV Grundsatz 308-001 §4 "Unterweisung der Versicherten"

Darüber hinaus gibt es aber auch noch andere gute Gründe zu unterweisen.

Unterweisungen vermitteln den Beschäftigten die nötige Qualifikation, um sich im Betrieb sicher und gesundheitsförderlich zu verhalten.
 
Der Ratgeber befasst sich mit allen Themen, die für eine gelungene Unterweisung entscheidend sind. In unterhaltsamer Weise informiert er über die Gründe und Ziele einer Unterweisung und gibt viele Tipps aus der Praxis, wie eine Unterweisung sinnvoll vorbereitet, durchgeführt, dokumentiert und ausgewertet werden kann.

Er möchte Führungskräfte darin unterstützen, Unterweisungen zu einer gewinnbringenden Aufgabe zu machen.

In den meisten Betrieben dürfte das Problem bekannt sein, dass technische und organisatorische Maßnahmen wenig wirksam sind, wenn es nicht gelingt, Vorgesetzte und Mitarbeiter gleichermaßen zu sicherheitsgerechtem und gesundheitsbewusstem Verhalten zu befähigen und zu motivieren. Dies setzt Informationen über Gefahren am Arbeitsplatz und mögliche persönliche Präventionsstrategien voraus. Es ist die Aufgabe des Unternehmens und besonders die des Unterweisers, diese Kompetenz für alle im Unternehmen beschäftigten Personen zu vermitteln. Unterweisungen sind ein wesentliches Mittel, um dieses Ziel zu erreichen.

Was heißt "unterweisen"?

Unterweisen ist mehr als "belehren". Unterweisen in Sachen Arbeits- und Gesundheitsschutz ist nicht eine losgelöste Maßnahme, sondern ein Aspekt betrieblicher Führungskultur.

In diesem Sinne bedeutet Unterweisung:

  • informieren

  • trainieren

  • überzeugen

  • loben und motivieren

  • sich austauschen

  • Vorbilder schaffen

  • verstärken und optimieren

  • anweisen

  • kontrollieren und sanktionieren

Eine Unterweisung kann auf Grund verschiedener Anlässe erfolgen:

Unterweisung als Einweisung:
Ein Mitarbeiter muss sich in seinem Betrieb, seiner Abteilung zurechtfinden. Er benötigt grundlegende Informationen und Verhaltensweisen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz.

Erstunterweisung:
Berufsanfänger und neu eingestellte Mitarbeiter. Sie können zumeist nur geringe Vorkenntnisse voraussetzen: Auch neue Mitarbeiter mit Berufserfahrung können die betriebsspezifischen Arbeitsverfahren, Regelungen oder gesund erhaltenden Maßnahmen nicht kennen.

Unterweisung als Anweisung:
Fehler, unerwünschtes Verhalten oder ein Arbeitsunfall können konkreter Anlass für eine kritische Wiederholung vorangegangener Unterweisungen, für eine Anweisung zu korrektem Verhalten, für eine Zurechtweisung, für die Formulierung von Konsequenzen sein.

Wiederholungsunterweisungen:
Unterweisungen sollen aufgrund der gesetzlichen Regelungen in „angemessenen“ Zeitabständen wiederholt werden. Solange die Arbeitsabläufe reibungslos und sicher eingespielt sind und das Verhalten der Mitarbeiter zuverlässig und sicher ist, können Sie auf Wiederholungsunterweisungen verzichten. Sie würden riskieren, Ihre Zuhörer zu langweilen oder gar zu demotivieren.

Unterweisung als spezielle Fortbildung:
Vielleicht ergibt die Auswertung der Gefährdungsbeurteilung und der Krankenstatistik einen Optimierungsbedarf oder aber gesundheitliche Beschwerden eines Mitarbeiters weisen auf besondere Belastungen hin. Sie möchten ein neues Arbeitsverfahren einführen, neue Standards oder Regeln erarbeiten. Eventuell fällt eine außergewöhnliche Arbeit an oder es taucht eine bisher nicht gestellte Frage auf. Das sind Beispiele für Anlässe einer speziellen Unterweisung. Die Unterweisung können Sie beispielsweise in Form einer gestalteten Präsentation von Arbeitsschutzthemen, einer moderierten Gruppenarbeit zur Entwicklung betrieblicher Regeln oder eines Trainings sicheren und gesunden Verhaltens anbieten.

Welchen Nutzen haben Sie als Leitungskraft von Unterweisungen?

Die unterweisende Führungskraft beeinflusst das Betriebsklima positiv und verstärkt das Sicherheitsbewusstsein der Kollegen. Häufig wirkt sich das günstig auf Krankenstand und Zufriedenheit der Mitarbeiter aus. Die Führungskraft kann zeigen, dass sie sich um ihre Mitarbeiter kümmert und sich für reibungslose und effektive Arbeitsabläufe einsetzen.

 


zurück

Weitere Informationen:


|  Startseite  |  Kontakt  |  Impressum  |  Datenschutz  | |  Nach oben  |  Drucken  |  Zurück  |
Copyright © 2006 - 2018 SAD